Steigende Studienkosten machen Studieren nicht nur zu einer finanziellen Herausforderung vieler Studierenden, sondern Bildung auch zu einer exklusiven Möglichkeit. Deswegen müssen Studienkosten sinken. Im §62 (1) des Hessischen Hochschulgesetzes ist festgelegt, dass alle Studierenden in Hessen jedes Semester einen Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 50€ als Teil ihres Semesterbeitrags zahlen müssen. Zusätzlich gibt es keine Aufschlüsselung über die Verwendung des Geldes. Bildung sollte für alle zugänglich sein, deshalb fordern wir:
- Unter Berücksichtigung der Prekarisierung von Studierenden fordern wir eine Senkung des Semesterbeitrags, damit intensives Studieren nicht vom Geldbeutel abhängt!
- Wir fordern eine Abschaffung des hessenweiten Verwaltungskostenbeitrags und eine damiteinhergehende Änderung des §62 (1) im Hessischen Hochschulgesetz anlässlich der Novellierung des Gesetzes im nächsten Jahr (2027).
- Eine Ausfinanzierung der Universitäten, der Wissenschaft und Lehre sowie der Studierendenwerke. Schließlich hat das Land Hessen die Aufgabe, für jeden einen Zugang zu Bildung zu schaffen. Studierende dürfen nicht durch steigende Semesterbeiträge und zusätzliche Kosten, wie beispielsweise Laborkosten, für die Sparpolitik in der Bildung hinhalten.
Die Forderungen “Semesterbeitrag senken! Verwaltungskostenbeitrag abschaffen!” finden Unterstützung in der breiten Studierendenschaft. So schlossen sich bereits 3500 Menschen der Petition an. In Marburg stehen das Studierendenparlament Marburg und somit der AStA Marburg sowie zahlreiche Fachschaften und die gesamte Fachschaftskonferenz hinter den Forderungen. Hessenweit unterstützen bisher außerdem der AStA der Goethe Universität Frankfurt, GEW Studis Hessen, Ver.di Jugend Frankfurt, die Kinder- und Jugendinteressenvertretung Hessen und der Frankfurter Jugendring die Forderungen.
Beschluss der studentischen Vollversammlung vom 29.10.2026;
Teil der Resolution "Was tun gegen rechts? – Wissenschaft gegen Faschismus heißt: Solidarisch handeln, die Hochschule demokratisieren, soziale Sicherheit schaffen"