Die Rechtsentwicklung geht einher mit einer fortschreitenden Militarisierung des öffentlichen Lebens. Diese macht auch vor Wissenschaft und Forschung nicht halt und betrifft zunehmend unsere Universität. Die Studierendenschaft sieht einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Unterfinanzierung der Hochschulen und der Militarisierung von Forschung und Lehre. Wo die Grundfinanzierung gekürzt wird, entsteht ein wachsender Druck, Drittmittel einzuwerben, auch aus Rüstung und Militär und es wird rechten Kräften die gefährliche Grundlage zur Umsetzung ihrer rassistischen Politik geschaffen. Die Studierendenschaft bekennt sich zu einer Wissenschaft, die ausschließlich zivilen und friedlichen Zwecken dient. Forschung, Lehre und Studium sollen der Verständigung, der nachhaltigen Entwicklung und dem Gemeinwohl verpflichtet sein, nicht der Kriegsvorbereitung oder -führung.
Daraus ergibt sich folgende Forderung:
Die Marburger Studierendenschaft fordert die Universitätsleitung und die Gremien der Universität auf, die bestehende Zivilklausel auszubauen und zu verteidigen.
Beschluss der studentischen Vollversammlung vom 29.10.2026;
Teil der Resolution "Was tun gegen rechts? – Wissenschaft gegen Faschismus heißt: Solidarisch handeln, die Hochschule demokratisieren, soziale Sicherheit schaffen"