Gegen Faschismus hilft: Mehr Demokratie wagen! Eine demokratische Hochschulkultur braucht dauerhafte Beteiligung. Dazu gehört forschendes, kooperatives Lernen an gesellschaftlichen Schlüsselfragen. Während Leistungsdruck und Auswendiglernen lassen bleibt wenig Raum für kritisches Denken. Die Allgemeinen Bestimmungen der Universität (Fassung vom 14.12.2022) nennen als Ziel, Studierende zu ‚eigenständigen, kritisch denkenden und toleranten Menschen’ zu bilden. Daran wollen wir die Hochschule messen.
Wir streiten für:
- Lernkontrollen zur Selektion sind out. Statt Prüfungsdruck streiten wir für einen Ausbau des Projektstudiums für gesellschaftlich relevante Fragestellungen, z.B. zur Rechtsentwicklung!
- Mitbestimmung von Studierenden ausweiten! Wir möchten eine Viertelparität und Mitbestimmung von Studierenden über Lehrinhalte, Gestaltung des Studiums z.B. durch Ausschreibungen der Lehraufträge durch Fachschaften.
- Öffnung der Universität in die breite Gesellschaft zur Qualifizierung breiter Schichten z.B. mit öffentlichen Lehrangeboten, Kooperationen mit Schulen & Initiativen statt exklusiver Elitenförderung und (gescheiterter) Exzellenz zur einseitigen Förderung weniger Bereiche.
- Wir fordern alle Universitätsangehörigen auf, insbesondere das Präsidium, den Aufbau von nachhaltigen Strukturen für die proaktive Arbeit an und in demokratischen Räumen zu ermöglichen, statt durch die Universitätsgestaltung von oben zu verhindern. Raumvergaben statt eigenständigen Raumbuchungen über MARVIN, Leistungsdruck und Anwesenheitspflichten schränken demokratisches Engagement auf jeder Ebene ein!
Beschluss der studentischen Vollversammlung vom 29.10.2026;
Teil der Resolution "Was tun gegen rechts? – Wissenschaft gegen Faschismus heißt: Solidarisch handeln, die Hochschule demokratisieren, soziale Sicherheit schaffen"