Marburger Studierende fordern Mensa zu ökologischer Nachhaltigkeit auf

Während rechte Kräfte immer weiter zunehmen, bleibt die soziale und ökologische Frage links liegen. Die Lebenshaltungskosten der Studierenden steigen immer weiter, gleichzeitig sorgen zunehmende Folgen des Klimawandels für heißere Sommer in unisolierten, überteuerten Wohnungen. Die Universitäten müssen mit in Verantwortung genommen werden und die Studierenden müssen konsequent für ihre Interessen an der Uni einstehen. Bei diesem Kampf dürfen Klimaschutz und Armut nicht gegeneinander ausgespielt werden. Ökologische und soziale Nachhaltigkeit müssen zusammen gedacht werden.

Eine pflanzliche Ernährung ist für die Reduktion von Ressourcenverbrauch und Emissionen unerlässlich. Gleichzeitig ist sie in der Lage, die ohnehin viel zu hohen Kosten des Essens für die Studierenden zu senken (s. dazu die Resolution der PBU der Vollversammlung 12/24).

Ebenfalls dürfen Ressourcen der Universität nicht ungenutzt bleiben, wenn sie für die Studierenden verwendet werden können. Vor einigen Wochen wurde an der Uni Gießen ein Gebäude der Universität besetzt, das völlig leer stand, während Studierende kaum Wohnraum finden. Statt mit den Besetzer:innen zu verhandeln und die Nöte ernst zu nehmen, ließ die Universität das Gebäude gewaltsam räumen. Das ist nicht hinnehmbar.

Auch die Uni Marburg hat ungenutzte Räume und während Studierende in Klausurphasen in der Bib kaum noch Platz finden, sind für die Selbstdarstellung der Uni beim Jubiläum auf einmal genügend Räume vorhanden. Aktuell liegt die Möglichkeit der Raumbuchung alleine bei den vertretenden Organen und Hochschulgruppen und nur unter Vorbehalt der Universität. Unbesetzte Räume, wie in der PhilFak, haben den Studierenden zur Verfügung gestellt zu werden, um als Lern- oder Rückzugsraum vor Lärm oder Hitze genutzt zu werden oder als temporäre Überbrückung der Wohnungsnot.

  • Die Studierendenschaft steht hinter einer Umstellung der Mensa und der weiteren Standorte des Studierendenwerks auf ausschließlich pflanzliche Angebote. Das Studierendenwerk und die Universität sind angehalten, diese Forderung nachhaltig und kostensparend umzusetzen. Wir fordern außerdem einen ökologischen Umgang mit Mensa Resteessen: z.B. Spenden.

  • Uni in die Hände der Studis! Die Studierendenschaft fordert von der Universität, ihre nicht aktiv genutzten Räume den Studierenden zur Selbstverwaltung zur Verfügung zu stellen.

Resolution der studentischen Vollversammlung vom 29.10.2026.

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