Kritik an ArbeiterKind.de - Warum das AKAB nicht mit Arbeiterkind.de zusammenarbeitet

Wir, die Referent*innen des autonomen Referates für Arbeiter*innenkinder und armutsbetroffene Studierende (kurz AKAB), werden häufig auf ArbeiterKind(dot)de angesprochen. Bisher herrscht ein recht unkritischer Umgang mit der Organisation. In diesem Positionspapier möchten wir daher näher erläutern, warum wir ArbeiterKind(dot)de kritisieren und nicht mit der Initiative kooperieren.

Positionspapier: Kritik an ArbeiterKind.de - Warum das AKAB nicht mit Arbeiterkind.de zusammenarbeitet

Die ArbeiterKind(dot)de gGmbH ist nach Selbstaussage eine nicht-kommerzielle und unpolitische Organisation. Das bedeutet, sie setzen sich politisch nicht für ein weniger selektives Bildungssystem bzw. für eine weniger sozial ungleiche Hochschulstruktur ein. Es reicht aus unserer Sicht aber nicht aus, die Symptome struktureller Diskriminierung abzufedern. Die Ungleichheit bedingenden Strukturen müssen zugleich immer mit benannt und bekämpft werden. Dies tut ArbeiterKind(dot)de unserer Meinung nach nicht. Das macht betont politische und selbstorganisierte Strukturen von Studierenden mit nicht-akademischer (Bildungs-)Herkunft an der Philipps-Universität Marburg aus unserer Sicht notwendig.

Zudem distanziert sich ArbeiterKind(dot)de von neoliberalen Narrativen nicht konsequent. Passend dazu gab es in der Vergangenheit Lob von Seiten der FDP. 2018 ließen sich die Gründerin Katja Urbatsch und die Marburg Koordinatorin Yvonne Gajer mit dem hessischen FDP-Landtagsabgeordneten Hahn zur Feier des zehnjährigen Bestehens der Organisation ablichten und für die öffentliche Inszenierung der FDP instrumentalisieren. Wenn eine solche Partei eine Initiative zur Unterstützung von Arbeiter*innenkindern ausdrücklich fördert und lobt, sollte das zu denken geben. Unserer Meinung nach beigeistert sich die FDP für ArbeiterKind(dot)de offenkundig, weil sie durch die Förderung individueller Aufstiege zur Aufrechterhaltung sozialer Ungleichheit beitragen.

Eine ausführliche Erklärung all unserer Kritikpunkte findet ihr in unserem Positionspapier. 

PDF: Kritik an ArbeiterKind.de - Warum das AKAB nicht mit Arbeiterkind.de zusammenarbeitet

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