Ende der Hilfskraftinitiative
In seiner ersten außerordentlichen Sitzung hat das StuPa die beiden bisherigen AStA-Referent*innen der Hilfskraftinitiative nicht gewählt.
Damit entfallen nun alle geplanten Veranstaltungen, darunter die regelmäßigen Offenen Treffen und Feierabende sowie der für Januar geplante Arbeitsrecht-Workshop. Ebenso fehlt künftig ein Raum, in dem studentische Beschäftigte ihre Probleme nicht nur zur Sprache bringen und gemeinsam für Verbesserungen kämpfen können. Es fehlt auch ein Raum, der aktiv auf studentische Beschäftigte zugeht und fragt: Wie geht es dir? Was soll sich verbessern?
Bereits zwei Studien (Jung, akademisch, prekär (2023) und Jung, akademisch, (immer noch) prekär (2026)) zeigen, dass viele Probleme keine Einzelfälle, sondern in den strukturellen Bedingungen studentischer Beschäftigung begründet sind. Kurze und unsichere Verträge, fehlende tarifliche Absicherung und eingeschränkte Mitbestimmung schaffen ein Machtgefälle zwischen studentischen Beschäftigten und ihren Vorgesetzten. Zugleich werden Konflikte um Arbeitsbedingungen und die Durchsetzung von Rechten auf die Ebene der einzelnen Beschäftigten verlagert. Das erschwert es, sich gegen Missstände zu wehren und gemeinsame Interessen wirksam zu vertreten. Nun drängt das Studierendenparlament die Kolleg*innen wieder auf diese individuelle Ebene zurück und verwehrt ihnen zugleich die Möglichkeit, sich im AStA kollektiv zu organisieren.
Die Nichtwahl der beiden Referent*innen bedeutet faktisch das Ende der Hilfskraftinitiative und ist ein schwerer Rückschlag im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen der größten Beschäftigtengruppe ohne Tarifvertrag. Wir laden alle studentischen Hilfskräfte und Tutor*innen zu einem Treffen am kommenden Montag, dem 9. November, um 17 Uhr vor dem AStA ein, um gemeinsam zu beraten, wie es weitergehen kann.
End of the Student Assistant Initiative
At its first extraordinary session, the Student Parliament did not elect the two incumbent AStA representatives from the Student Assistants Initiative.
As a result, all planned events are now canceled, including the regular open meetings and after-work gatherings, as well as the labor law workshop scheduled for January. Furthermore, there will no longer be a space where student employees can not only voice their concerns but also work together to fight for improvements. There will also be no space that actively reaches out to student employees and asks: How are you doing? What needs to improve?
Two studies already—“Young, Academic, Precarious” (2023) and “Young, Academic, (Still) Precarious” (2026)—show that many problems are not isolated cases but stem from the structural conditions of student employment. Short-term and insecure contracts, a lack of collective bargaining protection, and limited co-determination create a power imbalance between student employees and their supervisors. At the same time, conflicts over working conditions and the enforcement of rights are shifted to the level of individual employees. This makes it difficult to defend against abuses and to effectively represent shared interests. Now, the Student Parliament is once again pushing our colleagues back onto this individual level while simultaneously denying them the opportunity to organize collectively within the AStA.
The decision not to elect the two representatives effectively marks the end of the student assistant initiative and is a serious setback in the fight for better working conditions for the largest group of employees without a collective bargaining agreement. We invite all student assistants and tutors to a meeting next Monday, November 9, at 5 p.m. in front of the AStA to discuss together how we can move forward.