Datum: 30.04.2025
Uhrzeit: 17 - 20 Uhr
Ort: Seminarraum 305 (+3/0050), Seminargebäude, Pilgrimstein 12, 35037 Marburg
Anmeldungen sind per Mail über sofikus(at)asta-marburg.de möglich.
Hinweis: Die Veranstaltung wird durch das autonome SoFiKuS-Referat für Arbeiter*innenkinder und armutsbetroffene Studierende organisiert und durch das Zentrum für Gender Studies mitfinanziert.
Klassenfragen – Queerfeminismus und Klassismuskritik
Klassismus bezeichnet die Diskriminierung entlang der Klassenherkunft oder Klassenposition. Klassismus ist – wie Sexismus oder Rassismus – eine gesellschaftliche Unterdrückungsform und richtet sich gegen Menschen aus der Arbeiter*innen- oder Armutsklasse, insbesondere gegen erwerbslose, armutsbetroffene und wohnungslose Menschen. Queerfeministische und trans*Perspektiven fehlen in aktuellen Diskussionen über Klasse, in Diskussionen um Intersektionalität kommt Klassismus oft zu kurz. Eine sozial gerechte Gesellschaft lässt sich allerdings nur dann verwirklichen, wenn neben Klassismus auch andere Machtverhältnisse in den Blick genommen, wenn intersektionale Brücken geschlagen und Bündnisse geschmiedet werden. In dem Workshop wird in diese oft vergessenen Diskriminierungsform aus queerfeministischer Perspektive eingeführt.
Zur Referent*in:
Francis Seeck ist Professor*in für Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Demokratie- und Menschenrechtsbildung an der TH Nürnberg. Francis Seecks Arbeitsschwerpunkte sind Klassismuskritik, politische Bildung, Antidiskriminierung und menschenrechtsorientierte Soziale Arbeit. Seit 2010 arbeitet Francis Seeck als Antidiskriminierungstrainer*in und politische Bildner*in. 2020 gab Francis Seeck gemeinsam mit Brigitte Theißl bei Unrast den Sammelband Solidarisch gegen Klassismus heraus. 2022 erschien bei Atrium die antiklassistische Streitschrift Zugang verwehrt und 2024 bei Unrast Klassismus überwinden. Wege in eine sozial gerechte Gesellschaft. Mehr Infos unter www.francisseeck.net